Politiker (Churchill) rauchen sie, Stars (Schwarzenegger) im Film- und Musikgeschäft lassen sich mit ihnen filmen. Ernesto Guevara de la Serna (Che) konnte sich trotz seines Asthmaleidens nicht davon abbringen lassen und auch Fidel Castro war bis vor wenigen Jahren überhaupt nicht ohne Zigarre zu sehen. Die kubanischen Zigarren sind heute Kult, sie sind ein Symbol.
Die Anfänge der Zigarre haben auf Kuba eine lange Tradition, die vor der Kolonialzeit und vor Kolumbus begann. Sicher ist: Tabak wurde angebaut bevor die Menschen kamen, die heute die Bevölkerung Kubas bilden. Der Tabak hatte schon damals eine spirituelle Bedeutung und wurde in Zeremonien eingesetzt. Die afrikanischen Kubaner übernahmen diese Tradition der Tabakpflanze. So sind Segnungen ohne Tabaksqualm nicht möglich.
Anfang des 16. Jh. erreichte der Tabakhandel eine Blütezeit. Kubanischer Tabak war schon damals für seine Qualität bekannt.
Die steigende Nachfrage nach Tabak führte dazu, dass nach rund 30 Jahren der Kolonisation Kubas die Tabak-Landwirte der Insel, einen Teil ihres produzierten Tabaks nach Spanien sandten. Ab 1580 wurde der Tabakhandel in der kubanischen Provinz Havanna geregelt. 1717 sicherte sich das spanische Königshaus das Tabakmonopol. Wegen zu starker Ausbeutung der Tabakbauern, legten diese ihre Arbeit nieder und ließen ihre Felder brauch liegen. Rund 100 Jahre später gab die spanische Krone ihr Monopol auf, woraufhin die Bauern ihre Arbeit wieder aufnahmen.
Im 19 Jh. war das Zigarrenrauchen in Europa sehr verbreitet und die Herstellung von Zigarren wurde zu einem wichtigen Industriezweig.