Wenn man sich im Lexikon das Wort “Zigarre” anschaut, dann findet man eine Begriffsdefinition, die in etwas so lautet:
Der Name stammt aus der Sprache der Maya; “zic” und “zicar” für rauchen und Tabak. Eine Zigarre ist ein Genussmittel, das aus Tabak gerollt ist und geraucht wird. Sie besteht aus drei Schichten. Die innerste Schicht setzt sich aus getrockneten und fermentierten Tabakblättern zusammen, die von einem Umblatt umschlossen sind. Das Deckblatt, das ganz außen sitzt, ist ein exakt geschnittenes Blatt. Das Deckblatt ist für die optische Wahrnehmung der Zigarre verantwortlich, es darf keine Unreinheiten aufweisen.

Die Frage, die man sich dann stellt: Ist die Zigarre wirklich nur ein Genussmittel aus Tabak bestehend? Für manche ist die Zigarre ein Statussymbol, für andere ein Markenzeichen. So war der ehemalige britische Premier Winston S. Churchill ein leidenschaftlicher Zigarrenraucher. Heutzutage büßen Politik, die sich mit einer Zigarre zeigen Stimmen ein, Churchill hingegen hat man kaum ohne Zigarre in der Öffentlichkeit gesehen.
Die bekanntesten und feinsten Tabaksorten werden vor allem im Westen und im mittleren Teil Kubas angepflanzt. Connaisseurs sagen, im Dreieck zwischen Pinar del Río, San Luís und San Juan y Martínez wachse der beste und teuerste Tabak der Welt. Nur dort gedeihen die Tabakpflanzen so gut, dass Deckblatt, Umblatt und die Einlageblätter dieselbe hervorragende Qualität aufweisen.
Um Spitzentabak zu produzieren, braucht man viel an Wissen, Geduld und auch Glück. Tabakpflanzen sind sehr empfindlich, sowohl bei der Anpflanzung als auch beim späteren Zigarren drehen. Nur die besten Arbeiter steigen zu “torcedores” (Zigarrendrehern) auf. Sie fertigen aus einer Handvoll Tabakblättern binnen zwei Minuten eine formvollendete Zigarre. Dass die edlen Glimmstengel auf den bloßen Oberschenkeln junger Frauen gedreht werden, ist übrigens ein Mythos.